Neue Infos zum Mercedes-Pick-up

Mercedes steigt ins Pick-up-Segment ein. Schon 2016 soll die Produktion des Midsize-Lastersbeginnen.

Mercedes Nutzfahrzeuge betritt Neuland: Die Stuttgarter wollen einen Pick-up bauen. Partner bei diesem Projekt, das wurde nun bekannt, wird die Allianz Nissan-Renault sein, mit der Daimler bereits seit fünf Jahren diverse Projekte umsetzt. Die Produktion soll bereits 2016 beginnen. Nach ersten Gerüchten wird die Modellbezeichnung GLT lauten.

Die Basis des Pick-ups wird der Nissan NP300 sein, erklärte Mercedes nun. Allerdings werde der Doppelkabinen-Laster von Daimler konstruiert und designt, "um den spezifischen Anforderungen der Kunden zu entsprechen". Heißt: Dieser Pick-up wird Premium. Zielmärkte des bislang namenslosen Pick-ups werden Europa, Australien, Südafrika und Lateinamerika sein – für die USA, die Mutter der dicken Dinger, ist der neue Benz mit "nur" etwa einer Tonne Zuladung einfach zu klein.

VW Amarok „Wörthersee“ mit Dreiliter-V6

Noch bevor der VW Amarok auf den deutschen Markt kam, war der Ruf der Fans nach einem standesgemäßen Top-Motor für den neuen Pickup laut geworden. Schließlich bot und bietet die Klassenkonkurrenz neben den Basis-Aggregaten der 2,5-Liter-Klasse auch große Maschinen mit drei und mehr Liter Hubraum.

Bei VW muss bis heute ein Zweiliter-Vierzylinder alle Ansprüche erfüllen, als Single-Turbo für die Basis und mit 180-PS-Biturbo für die leistungshungrige Kundschaft. Der Ruf nach einem Dreiliter-Motor verhallte bislang ungehört, obwohl Volkswagen dazu nur ins Regal greifen müsste: dort würde der Dreiliter-V6 aus dem Touareg liegen, der das große Wolfsburger SUV mit 245 PS binnen 7,6 Sekunden auf Tempo 100 katapultiert.

Unter acht Sekunden auf 100.Das ist ein Wort für einen Zweitonner-Pickup, weshalb wir auch nur unkommentiert zu Protokoll geben, dass der Wörthersee-Amarok um 80 Millimeter tiefergelegt und um 60 Millimeter verbreitert wurde. Auch über die 22-Zoll-Räder, die mit 295/35er Gummistreifen bespannt sind, wollen wir an dieser Stelle höflich schweigen.

Gut in der Serie vorstellen könnten wir uns dagegen die Bi-Xenon-Scheinwerfer und die LED-Heckleuchten des Wörthersee-Amarok. Auch die 760 Watt starke Stereo-Anlage mit 500-Watt-Subwoofer würde sicher Anklang finden. Vor allen Dingen aber der V6-Diesel, den zumindest auf dem europäischen Markt sicher nicht wenige Kunden herbeisehnen.

Kostengründe werden stets ins Feld geführt, wenn wir Volkswagen-Verantwortliche auf das Thema ansprechen. Auf dem Weltmarkt seien die erwartbaren Stückzahlen bescheiden, der Aufwand für Erprobung, Abstimmung und Homologation zu hoch. Für das Wörthersee-Treffen, bei dem die Tiefer-Breiter-Schneller-Fraktion alljährlich Unmengen an Bier und Gummi vernichtet, nahm man nun allerdings doch etwas Geld in die Hand.

Heraus kam ein Showcar, dem wir Tieferlegung, Tuningschweller und wüst geschürzte Lippen nachsehen wollen, denn unter der Haube lauert der lang ersehnte Wunschmotor. Im Showcar, einem Single-Cab-Amarok, darf der 3.0l-V6-TDI allerdings dickere Backen machen als im Porsche Cayenne: 272 PS werden als Maximalleistung angegeben. Wie im Touareg wird die Leistung und das bärige Drehmoment (600 Newtonmeter) von einer Achtstufen-Automatik verwaltet. Null auf Hundert: 7,9 Sekunden.

Unter acht Sekunden auf 100